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<  -> Der Tempel

Thema: Verschleierung

Herbstlaubrascheln
Verfasst am: 21 Okt 2017 09:12 Keine Komplettzitate verwenden!
weiblich, 32 Jahre
Wohnort: Niederbayern/Nähe Passau

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Eigener Titel:
Strange inside.

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Wieder einmal bin ich in einem anderen Internet-Forum auf ein Thema gestoßen, das ich recht interessiert verfolgt habe, weil die Meinungen teilweise doch arg auseinander gingen - und zwar das der Verschleierung der Frau im Islam.
Da es in dem Forum allgemein eher um Spiritualität geht, kam hier nun also die Frage nach dem "Warum" auf - und ob die Verschleierung vielleicht doch einen "spirituellen/geistigen" Aspekt habe.

Ich selbst bin sehr weit weg vom Thema Islam, ich habe generell nicht sonderlich viel Interesse an Religionen und beschäftige mich auch nicht großartig damit - ich weiß lediglich, dass eine Frau sich durch eben diese Verschleierung hauptsächlich von den Blicken der Männer "schützen" soll - als Begründung macht das in meinen Augen wohl schon Sinn, da die Mädchen ja oft als Heranwachsende dann eben damit anfangen, ein Kopftuch zu tragen. Sozusagen als "Schutz".

Wie seht Ihr das?
Ist die Verschleierung eine "Unterdrückung" der Frau? Oder ist es vielmehr schlicht und einfach Tradition? Religiös? - Auch christliche Nonnen verschleiern sich schon immer, fällt mir dazu ein.
Von dem oft angeführten "Zwang" kann ja eigentlich schlecht die Rede sein, wenn sehr viele Frauen aus arabischen Ländern, die mittlerweile aber beispielsweise in Deutschland leben, sich trotzdem dafür entscheiden, sich zu verschleiern.

Dazu muss ich sagen, dass Menschen in Großstädten sich wahrscheinlich überhaupt keine Gedanken mehr über dieses Thema machen werden, da es zum alltäglichen Bild gehört - in meiner Heimat und mitten auf dem Land trifft man das doch noch nicht so oft an und gerade deshalb fand ich die verschiedenen Meinungen dazu eigentlich recht interessant.

Ist zwar an sich ein sehr "unschwarzes" Razz Thema, allerdings würde es mich interessieren, was Menschen in einem Forum wie diesem, in dem nun einmal nicht SO sonderlich viele religiöse Menschen unterwegs sind, dazu sagen.

_________________
"...bleibt der Brücke doch fern, denn wir tanzen so gern..." (Faun)
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EMP Gothic

VanMadred
Verfasst am: 21 Okt 2017 09:42 Keine Komplettzitate verwenden!
männlich, 33 Jahre
Wohnort: Geseke

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Eigener Titel:
Dark Child

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Themen: 7
Wenn die Frauen das gerne tragen möchten, dann sollen sie es tun. Wenn es eine Art Unterdrückung ist, finde ich das falsch. Ich habe dazu gestern noch einen Artikel gelesen, dass eine Frau deswegen auf der Arbeit Diskriminierung erfahren durfte, weil sie es gerne tragen wollte, doch die Gesellschaft es nicht akzeptieren wollte.

Beispiel aus dem Text: Sie hatte sich ohne Bild bei einem Fitness-Studio beworben und wurde eingeladen. Sie erschien mit einem Kopftuch. Sie wurde abgelehnt mit der Begründung, dass die Stelle schon vergeben sei. Wenige Wochen später hatte sie die Anzeige wieder gesehen: die Stelle war noch offen. Daraufhin hatte sie sich mit einem Foto beworben und kam zum Bewerbungsgespräch OHNE Kopftuch. Stelle bekommen. Diesen Job machte sie dann 7 Jahre lang, bis sie sich entschied selbstständig zu werden. In den letzten Jahren hatte sie dann auch immer mehr ausprobiert. Halt wie es ankommt Kopftuch zu tragen; erst war nur der hintere Kopf verschleiert, dann das gesamte Haupt. Sie durfte sich von ihren Kollegen blöde Sprüche anhören wie Unterdrückung etc. Es war jedoch ihre eigene Entscheidung.

Mir kommt das bekannt vor. Euch auch?

Von daher: wenn der Mensch das machen möchte, warum nicht. Wenn es wirklich eine Art Unterdrückung sein sollte, muss die Person von alleine Aussteigen. Oder doch nicht? Denn wenn sie es nicht möchte, sich aber schlecht verständigen kann oder eben sehr viel Druck seitens ihrer Familie erfährt und nicht weiß an wem sie sich wenden kann, ist das auch ganz großer Mist! Es ist schon schwer.

Nur sich dahin zu stellen und pauschal behaupten: Kopftuch = Unterdrückung, das ist auch mal sehr naiv.

Es gibt auch in Osteuropa sehr viele ältere Menschen, die ein Kopftuch tragen. Das ist auch okay. Wie auch die Ordensschwester, die oft ihre Haare verdeckt.
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Grauer Wolf
Verfasst am: 21 Okt 2017 09:57 Keine Komplettzitate verwenden!
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Hmm..... Ich denke, das Thema ist deutlich komplexer als die meisten Leute, deren Kommentare ich bisher in irgendwelchen Foren gelesen habe, wahrhaben wollen. Nicht in allen Gegenden der Welt tragen Musliminnen traditionell Kopftuch oder verschleiern sich anderweitig. In vielen Gegenden wurden Kopftuch, Burka oder Niqab erst in den letzten paar Jahrzehnten religiös aufgeladen. Vorher waren das einfach praktische Übergewänder, um die darunter getragenen, schicken Klamotten vor Staub und Dreck zu schützen. Genauso wie das Kopftuch als modisches Accessoire in den Wunderjahren der Bundesrepublik die Haartracht der deutchen Frau vor dem ganzen Staub und Dreck in der Luft schützen sollte, den wir inzwischen erfolgreich nach China exportiert haben. Das deutche Kopftuch kam erst dann (dann aber ziemlich schnell) aus der Mode, als die ersten Ehefrauen der türkischen Gastarbeiter ebenfalls mit Kopftuch die deutsche Öffentlichkeit zu bevölkern begannen.

Andererseits haben Kopftuch & Co. schon das Potential, zur sozialen Gleichschaltung der Frauen beizutragen. Mir scheint jedoch, daß es zu einem nicht ganz unbeträchtlichen Teil die Frauen selbst sind, die hier den sozialen Druck aufbauen und aufrecht erhalten -- und sich über alle ablästern, die es wagen, sich diesem Druck zu entziehen und modisch gesehen eigene Wege zu gehen. Was ich in der Heidelberger Uni-Mensa diesbezüglich unter jugen Studentinnen beobachten kann, finde ich haarsträubend. Und wie sich meine Ex-Freundin anno dazumal über ihre nicht-konformen Geschlechtsgenossinnen abgelästert hat, ebenfalls.

Mich persönlich würde interessieren, wer genau in den konservativ islamischen Ländern darauf besteht, daß sich die Frauen verschleiern. Alleine schon weil ich der Überzeugung bin, daß es auf Dauer nicht möglich ist, die Hälfte der Bevölkerung gegen deren Willen zu unterdrücken. So etwas funktioniert nur, wenn sich genügend Leute in dieser Hälfte finden, die bei dieser Unterdrückung (aus welchen Grunden auch immer) willig mitmachen.

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Am gefährlichsten ist die Weltanschauung derer, die die Welt noch nie angeschaut haben.
(Alexander von Humboldt)

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KäptnBorderline
Verfasst am: 21 Okt 2017 11:01 Keine Komplettzitate verwenden!
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Wohnort: Köln

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In der türkischen Community ist eine deutliche Zunahme von Kopftuchträgerinnen zu beobachten. Dies ist meiner Meinung vor allem politisch bedingt. Gerade die Erdogan-Anhängerinnen zeigen so ihre Solidarität mit dem türkischen Regime. Türkinnen mit modernen Outfit werden zunehmend als suspekt und oppositionell hingestellt. Insofern ist das Kopftuch durchaus eine politisch-religiöse Aussage.
Ganzkörperverschleierungen haben in unserem Kulturkreis nichts verloren. Diese Leute sollen dahin gehen,wo sie herkommen. Die lungern nur in unserem Sozialsystem herum. Mir kann keiner weismachen, das man mit so einem Outfit einen Arbeitsplatz findet, was ja ohnehin wohl nicht gewollt ist. Wenn man die Sitten und Gebräuche seines Gastlandes so dermaßen mißachtet, dann hat man eben hier auch nichts zu suchen. Die sollen sich mal ein Beispiel an den vielen Vietnamesen nehmen, die in den 70 Jahren zu uns kamen und sich wunderbar hier integriert haben.

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Ich will nicht, was ich seh
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abdurrazzaq
Verfasst am: 21 Okt 2017 12:19 Keine Komplettzitate verwenden!
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Eigener Titel:
Spätzünder

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Themen: 100
In den 60er Jahren, da war ich noch Kind, trug meine Mutter immer ein Kopftuch. Das war bei uns auf dem Lande so üblich. Und alle Frauen trugen sowas.
Solange das die Frauen freiwillig tun, finde ich das in Ordnung. Aber wenn sie von der Gesellschaft oder von ihren Ehemännern dazu genötigt werden, hört der Spaß für mich auf. Das gilt auch, wenn Damen meinen, sie müssen sich hier in Deutschland voll verschleiern. Dann sollte das Vermummungsverbot greifen.
So ein Kopftuch kann aber auch ganz praktisch sein, Handy am Ohr unter dem Tuch geklemmt und trotzdem beide Hände am Lenkrad.

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blacksister
Verfasst am: 21 Okt 2017 16:49 Keine Komplettzitate verwenden!
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@ Herbstlaubrascheln

Was mich interesieren würde, von was einer Verschleierung reden wir hier genau?
Kopftuch? Burka? Oder ganz allgemein...quer durch die Bank weg...alles was es gibt?
(Nur damit ich jetzt nicht sonstwo aushole)

_________________
Ach und könnt' ich doch nur ein einz'ges Mal
die Uhren rückwärts drehen!
Denn wie viel von dem,
was ich heute weiß,
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Phönix75
Verfasst am: 21 Okt 2017 19:27 Keine Komplettzitate verwenden!
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KäptnBorderline schrieb am 21 Okt 2017 12:01 (zum Originalbeitrag) :
Die sollen sich mal ein Beispiel an den vielen Vietnamesen nehmen, die in den 70 Jahren zu uns kamen und sich wunderbar hier integriert haben.



Mal von der Zigaretten-Mafia abgesehen... ansonsten kann ich dir da voll zustimmen. Hier im Umfeld gibt es fast ausschließlich fleißige und immer freundliche Vietnamesen. Daran kann sich jeder andere Migrant mal ein Scheibchen von abschneiden.

Ich halte Verschleierung jeglicher Art für ziemlich suspekt. Gegen ein schlichtes Kopftuch kann man wenig einwenden. Das sehe ich etwa wie eine Mütze oder Basecap als eine normale Kopfbedeckung. Ob das was mit anderen Kulturkreisen, Religionen, freiwillig oder nicht, zu tun hat, sehe ich da erstmal als zweitrangig an. Sich auf den Koran zu berufen, was Verschleierung oder das Tragen eines Kopftuches angeht, ist schlicht an den Haaren herbeigezogen. Es wird nur an wenigen Stellen (genau 3 Versen) etwas über die Kleidung der Frau erwähnt. Es scheint also so zu sein, dass hier bestimmte Interessen verfolgt werden, was die Kleidung einer (islamischen) Frau angeht. Und es hat mMn. schon auch etwas mit mangelnder Integrationswilligkeit zu tun, wenn man sich vollverschleiert und fast ausschließlich unter Frauen gleicher Couleur zeigt. Stichwort Parallelgesellschaften.
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Der Glöckner
Verfasst am: 21 Okt 2017 21:17 Keine Komplettzitate verwenden!
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Die Verschleierung ist zunächst keine islamische Erfindung, sie ist mehr oder weniger universell, da sie in allen möglichen Kulturen angewandt wurde, zumindest das wohlbekannte Kopftuch. Es diente damals dazu das Haar der Frau vor Verschmutzung und ganz allgemein äußeren Einflüssen zu schützen. (Wetter, Feuer, Umgebung generell)
Aus arbeitstechnischen Gründen kann man am Kopftuch nichts bemängeln.

Doch wie erwähnt, gibt es andere Gründe ein Kopftuch zu tragen, nämlich die Verschleierung. Dies wurde damals (vor hunderten Jahren) in bestimmten teilen der Welt eingeführt, um die Frauen vor sexuellen Übergriffen zu schützen, da die Menschen männlichen Geschlechts geistig/moralisch noch nicht entwickelt genug waren soziale Normen zu akzeptieren, die ein friedliches Miteinanderleben ermöglichten. Das ist bis dato immer noch der Fall und wird sich dank religiösem Massenwahn auch für die Zukunft so halten. Grund dafür sind diverse Ereignisse in islamischen Ländern die sich zwischen der 60er und 80er Jahre erstreckten.

Also um auf die Frage zurück zu kommen, ich bin gegen die Anwendung von Verschleierung in der Öffentlichkeit, zumindest in zivilisierten europäischen Ländern die eine hohe soziale Norm an den Tag legen. Besonders bin ich gegen religiös motivierte Zwangsverschleierung, denn in Europa kann und sollte die Frau bis zu einem bestimmten Punkt selbst entscheiden dürfen was sie trägt, insofern dies nicht zu anstößig ist. Das tragen eines Kopftuches hat meiner Meinung nach auch nichts mit Religionsfreiheit zu tun, denn wer seine Religion frei (radikal) ausleben möchte ohne gegen geltendes Recht zu verstoßen, kann dies ja in Ländern tun, wo diese Religion am besten manifestiert ist. Man sollte ohnehin nicht in ein Land ziehen welches sich kulturell so sehr vom eigenen Unterscheidet, dass man in seiner Lebensqualität, sowohl praktisch als auch geistig, eingeschränkt wäre. Darüber hinaus erschwert die Verschleierung in bestimmten Fällen die Polizeiarbeit und ich finde die Polizei hat schon genug zu leiden. Schlechtes Gehalt, harter Job und Undankbarkeit von Seitens der Bevölkerung den Personen gegenüber, die für unsere Sicherheit ihr Leben riskieren.

Um die Punkte nochmal zusammenzufassen damit man mich nicht falsch versteht:

Kopftuch ja, wenns nicht unter Zwang ist und/oder aus arbeitstechnischen Gründen.
Burka bzw. sonstige Verschleierung nein, höchstens in islamischen Ländern.

Nach einer Flasche Vino rosso garantiere ich nicht für grammatische Richtigkeit. Rolling Eyes *räusper*

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"Glöckner, also wirklich. Menschen sind Awesome! Wir waren auf dem Mond, können
Krebs heilen und haben fast überall Frieden. Wieso sollten Katzen besser sein?"

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blacksister
Verfasst am: 22 Okt 2017 11:07 Keine Komplettzitate verwenden!
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Naja gut, dann will ich das Thema mal ganz allgemein aufgreifen, nicht dass ich wieder zu spät komme und ein Thema dicht ist, bevor ich mich damit auseinander setzen konnte Laughing


Ich kann mich noch ganz dunkel erinnern, als diese Diskusionen mit dem Burkaverbot aufkam, gab es bei SpiegelTv eine Diskusionsrunde dazu. Mit Gegner und Befürworter, unter anderem zwei Frauen mit entsprechenden Hintergründen. Eine von ihnen floh aus ihrem Herkunftsland und war froh, als sie Verschleierung ect. ablegen konnte, die andere in Deutschland aufgewachsen und fing irgendwann freiwillig an sich zu Verschleiern. In einem kurzen Beitrag ging hervor, dass sie sich nur außerhalb ihrer 4 Wände von oben bis "einwickelt". Zu den Gründen kann ich leider nix mehr sagen.

Als Außenstehender sollte man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, warum wer was tut, solang man betreffende Personen nicht kennt. Jeder wird seinen Grund für Verschleierung haben...die einen aus Zwang, andere aus Glauben, ganz andere wieder als Schutz ect..
Ich kann auch nachvollziehen, wenn Frauen sich in ihrer Freiheit eingeengt fühlen, wenn ihnen die Verschleierung ganz verboten wird. Mir würde es nicht anders gehen, wenn jemand käme und mir mein schwarz verbieten tät.
Persönlich finde ich Kopftücher total ok. Ich bin aber ehrlich gesagt kein Freund von Gesichtsverhüllung, egal ob mit Augenschlitz oder ohne. Ich fand es sehr befremdlich, als mir mal jemand mit Burka entgegen kam. Mir ist es dann doch lieber, wenn ich Menschen in ihr Gesicht schauen kann.

(Es ist ja auch nicht so, dass hier in Deutschland jeder Mann dauergeil durch die Straßen läuft und jede Frau bespringen will. Komplette Verhüllung ist also auch nicht nötig.)

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CharlotteSchlotter
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In meinen Augen gibt es grundsätzlich erstmal keinen Grund, bestimmte Kleidungsstücke zu verbieten. Wir leben in einer weitestgehend liberalen Gesellschaft, in der es sehr wenige Vorschriften hinsichtlich Kleidung gibt. Und darüber bin ich sehr froh. Daher sollte es jedem Menschen offen stehen, das zu tragen, was er möchte. Dennoch gibt es bestimmte Grenzen. Dazu gehört z.B., dass man nicht nackt durch die Gegend geht aber auch - für mich zumindest - dass man sich nicht voll verschleiert. Es gilt hier ein Vermummungsverbot und das aus gutem Grund. Eine Vollverschleierung drückt zudem für mich eine starke Abschottung aus und verhindert m.E. auch bewusst, mit anderen Mitgliedern der Gesellschaft in Kontakt zu treten. Wer dies aber nicht möchte, sollte sich fragen, was er dann in dieser Gesellschaft eigentlich will und ob er nicht woanders besser aufgehoben wäre.

Wenn es "nur" um ein Kopftuch geht, sehe ich das unproblematisch. Sicherlich steht das Kopftuch mittlerweile für traditionell muslimische Werte und damit werden oft (zu unrecht) Dinge wie Islamismus etc. verbunden. Aber auch Nonnen oder orthodoxe Frauen tragen Kopfbedeckungen und daran stört sich niemand. Daher sollte hier gleiches Recht für alle gelten.

Wirklich problematisch finde ich am Kopftuch die Symbolik. Denn es trägt ja tatsächlich nicht jede Frau das Kopftuch freiwillig. Außerdem steht es finde ich durchaus für die Unterdrückung der Frau. Denn warum soll sich eine Frau verschleiern, weil die Herren sich nicht im Griff haben? Wenn Männer sich von offen sichtbaren Haaren sexuell angezogen fühlen und ihre Triebe nicht im Griff haben, sollen sie - überspitzt gesagt - doch einen Keuschheitgürtel tragen. Warum muss das zu einem alleinigen Problem der Frau gemacht werden und nur diese einschränken? Das steht für einen extrem patriachalischen Ansatz und wirkt daher in unerer Gesellschaft schon sehr anachronistisch.

Aber über diesen Überlegungen steht für mich immer noch die individuelle Freiheit, sich so zu kleiden, wie man möchte. Und diese Freiheit sollte jedem der hier lebt auch eingeräumt werden.
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