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<  -> Der Tempel

Thema: Gibt es eine Art von Hölle?

Searching for Truth
Verfasst am: 29 Jan 2012 22:38 Keine Komplettzitate verwenden!
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Wiwwelle schrieb am 29 Jan 2012 17:38 (zum Originalbeitrag) :
Zuerst müsste geklärt werden was ist *böse* und was ist *gut*
Was ist eine Instinksache wie der Mensch handelt , ist er ein Tier dann kann töten an sich nicht grundsätzlch *böse* sein, unter Tieren ist sich gegenseitig töten nicht geraade unüblich .

Was also ist die Hölle und was ist der Himmel genau? Wie will man das bestimmen? Ohne das *Böse* gäbe das *Gute* nicht und dann hätten wir ein Vakkuum , ein Nichts.

Dementsprechend wäre das Böse ja Gut und weil es ja ermöglicht gutes zu tun.

Somit wäre die Hölle eben auch der Himmel und alles eins.



Also meine Sicht der Dinge:
Das Gute kann sich nur in Abgrenzung zum Schlechten/Bösen erfahren, genau. Das macht es relativ. Es gibt nichts absolut Gutes oder absolut Schlechtes in der Welt.

Objektiv betrachtet gibt es überhaupt nichts Gutes oder Schlechtes. Diese Bewertung macht erst aus Perspektive eines bestimmten Subjektes, ich sage auch gerne Ego dazu, überhaupt erst Sinn.
Wenn ich ein Schwein schlachte und esse ist das für mich eine gute Sache, vor allem wenn ich sonst verhungert wäre. Für das Schwein ist das allerdings eine Katastrophe. Es ist objektiv nicht bewertbar! Nur aus meiner Sicht oder aus Sicht des Schweins kann eine Bewertung erfolgen. Was für mich gut ist, kann für andere schlecht sein. Wo will man da ansetzen?

Wir neigen dazu zumindest andere Menschen anhand ihrer Bereitschaft zum Altruismus zu bewerten. Denn wenn ich beobachte, dass ein Mensch einem Anderen entgegenkommt gehe ich davon aus, dass er dies auch bei mir tuen könnte. Was aber wiederrum erst recht eine egozentrische Sichtweise ist, da ich ja dann alle anderen Egos nur anhand dessen bewerte, wie weit sie mir entgegenkommen, welchen Nutzen ich aus ihnen ziehen kann. Ich kann kaum rechtfertigen, warum sich ein anderer Mensch altruistisch verhalten soll ohne darauf zu verweisen, dass es letztenendes für mich besser ist. Und da beisst sich die Katze in den Schwanz.

Es liegt ein ganz grundsätzliches Problem im Gut/Böse-Dualismus, wenn er aufgespannt wird, da ihm ein absoluter Bezugspunkt fehlt. Man mag jetzt darüber streiten, ob es einen (metaphysischen,) absoluten Bezugspunkt geben kann, aber in unserer derzeitigen Gesellschaft gibt es eben keinen.

Das Problem der Gut/Böse-Spaltung der Menschen ohne absoluten Bezugspunkt ist in meinen Augen:
1. Auch das "gut sein wollen" ist eine egoistische Motivation, da es für mich von Vorteil ist, von Anderen als gut bewertet zu werden.
2. Wenn meine Einstufung auf der Gut/Böse-Skala größtenteils davon abhängt, wie andere Menschen sich verhalten / eingestuft werden, dann wird Moral in erster Linie zu einem: Einer Waffe im Hierarchiekampf, denn ob ich moralischer werde oder andere unmoralischer ist relativ das Gleiche! Und das beobachte ich teilweise auch in unserer Gesellschaft: Man versucht Andere anhand von Moral abzuwerten und sich selbst vor diesen Angriffen zu schützen, indem meist gelogen wird, dass sich die Balken biegen.
3. Jeder Mensch will gut sein. Oder sagen wir mal sogut wie jeder. Da sich das relative Gute eben nur in Abgrenzung zum Schlechten definiert, muss ich, wenn ich "der Gute" sein will, einen schlechten Gegenpart haben. Dazu braucht es eine Projektionsfläche. Irgendwer muss halt als "der Böse" herhalten! Wenn alle gut sind, ist keiner gut sondern alle gleich.



Gut, Menschen die sich mal ein paar Gedanken gemacht und ein Buch gelesen haben, berufen sich dann entweder auf Kants 'kategorischen Imperativ' oder den Underdog, Schopenhauers 'Mitleidsethik' oder auf die 'goldene Regel'.
Was an sich eine gute Sache ist, solange man die Moral auf sich selbst anwendet anstatt auf Andere.



Am Ende, im religiösen Sinne, ist die Vorstellung vom Paradies und der Hölle dennoch auch im Christentum etwas ausgefeilter. Adam und Eva haben vom "Baum der Erkenntnis zwischen Gut und Böse" gegessen. Der paradiesische Mensch ist also garnicht in der Lage, zwischen gut und böse zu unterscheiden! Das Paradies zeichnet sich nicht dadurch aus, dass alle Seelen gut sind. Denn wenn Alle gut sind, existiert kein Bewusstsein mehr für gut und böse. Diese Vorstellung deckt sich mit den fernöstlichen Religionen, die dieses Prinzip auch ganz abstrakt aufzeigen.

Der Eckart Tolle kann das ganz gut beschreiben: http://www.youtube.com/watch?v=s7hut_xIqeI
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EMP Gothic

20140310v1
Verfasst am: 29 Jan 2012 23:03 Keine Komplettzitate verwenden!
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[quote="Searching for Truth schrieb am 29 Jan 2012 22:38 (zum Originalbeitrag)"]
Wiwwelle schrieb am 29 Jan 2012 17:38 (zum Originalbeitrag) :
Gut, Menschen die sich mal ein paar Gedanken gemacht und ein Buch gelesen haben, berufen sich dann entweder auf Kants 'kategorischen Imperativ' oder den Underdog, Schopenhauers 'Mitleidsethik' oder auf die 'goldene Regel'.
Was an sich eine gute Sache ist, solange man die Moral auf sich selbst anwendet anstatt auf Andere


Gerade die kantische Moral aus der Vernunft (einen Dogma) gezogen gezogen ist wiederum ein an alten Dogmen verhafteter Rest, man kann auch sagen eine Anpassung um gelesen zu werden, wie auch Schopenhauer erkannte. Dieser kategorische Imperativ ist von der Vernunft total ohne Grundlage, zumal Moral wenn sie auf einen Zweck der Vernunft beruht, nichts als Egoismus zur Selbsterhaltung darstellt. Braucht man nur Nietzsche oder De Sade lesen und der kantische Imperativ zerbrökelt schneller als man schauen kann. Der kantische Imperativ ist dasselbe wie das Prinzip des säkularen Humanismus, will sich abwenden von theologischen Dogmatas, hingegen übernimmt er gerade deren Kinder unter einen neuen Begriff.

Da ging Schopenhauer schon weiter, indem er die Moral relativierte und das Mitleiden nur in einen erkennen von sich selbst in einen anderen Wesen betrachtet (was automatisch ein Band zu jenen Wesen bedeutet). Es gibt keine Moral ausser sie ist eine List zum Nutzen, oder Unterordnung unter eine ges. Regelung usw. Die einzige Form ist diese eine Resonanz von sich selbst in Anderen zu sehen, wo man in einen Rausch verfällt, der eben Momentan die Brücke aufhebt von einem zum anderen Ego. Diese ist aber hoch selten und nur sehr wenigen zuteil, zum anderen nur unter Menschen mit einen Band möglich.

Ich werte diesen durchaus auch als bedingt egoistisch, nur eben nicht auf Nutzen oder Ruf basierend, da auch hier das Ego ansetzt eben indem es sich in den Anderen durch die (eingebildete) Gleichung erkennt. So ein Band können aber auch zwei Serienmörder zueinander haben, es ist eine subjektive Sache oder eine Sache des Seins um eine Stufe höher zu gehen, keine Sache eines objektiven Wertes. Vorallem aber kein "Du sollst" wer soll dieses sollen aussprechen? Gott? Die Vernunft oder gar die Natur? Ein riesiger Witz der nur noch besteht, weil man schon seit Ewigkeiten an der Moralität gezogen aus Hypothesen leidet Very Happy

Edit: Schopenhauers Askese ist auch nicht moralisch, sondern egalitär gegenüber der Welt und basiert schlicht auf einer Ablehnung das Spiel mitzuspielen als irrationale Regung des Willens ohne Wert und Ziel. Während Schopenhauer total NEIN zum Willen sagt, sagt Nietzsche eben total JA zu jeder Form des Willens (bis zum Tod)....
2013101901
Verfasst am: 30 Jan 2012 00:01 Keine Komplettzitate verwenden!
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Ignis schrieb am 29 Jan 2012 22:00 (zum Originalbeitrag) :

War auch nur als eine Art Zustimmung gedacht Wink


Ich habe es auch als nichts anderes aufgefasst. Wink
2012041301v
Verfasst am: 16 Feb 2012 23:43 Keine Komplettzitate verwenden!
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Ignis schrieb am 29 Jan 2012 23:03 (zum Originalbeitrag) :
Während Schopenhauer total NEIN zum Willen sagt, sagt Nietzsche eben total JA zu jeder Form des Willens (bis zum Tod)....



Und beide irren, nur so nebenbei gesagt.
2014071406i
Verfasst am: 23 Feb 2012 23:02 Keine Komplettzitate verwenden!
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....also: ich habe mir nicht alles hier durchgelesen. Aber zur Frage an sich sage ich hier in aller Überzeugung : nein, es gibt weder Himmel noch Hölle. Nach dem Tod (und nachdem all jene Drogen, die unser Körper selbst produzieren kann und die er beim Tod in Vielzahl ausschüttet) wird es meiner Überzeugung nach nichts geben. Warum auch...?
2012041301v
Verfasst am: 24 Feb 2012 00:07 Keine Komplettzitate verwenden!
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Vicious Vixen schrieb am 23 Feb 2012 23:02 (zum Originalbeitrag) :
nein, es gibt weder Himmel noch Hölle.



vollkommen richtig !

Hell Is Around The Corner
http://youtu.be/FUWhRdsc8qY
Searching for Truth
Verfasst am: 24 Feb 2012 17:45 Keine Komplettzitate verwenden!
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Vicious Vixen schrieb am 23 Feb 2012 23:02 (zum Originalbeitrag) :
[...]wird es meiner Überzeugung nach nichts geben. Warum auch...?


Naja, es gibt einige Menschen die über Nahtoderfahrungen berichten. Es gibt Menschen, die über frühere Leben erzählen und Ähnliches. Gut, die kann man jetzt alle als Lügner oder Spinner abtun.
Und wenn Du argumentierst, dass diese Art Nahtoderfahrungen "nur" von Drogen im Gehirn produziert werden, solltest Du bedenken, dass Dein Gehirn auch in dem, was Du als Normalzustand betrachtest, diese Realität "nur" auf eine gewisse, ihm durch seine Biologie auferlegte Art und Weise (re-)konstruiert und bei weitem kein genaues Abbild der "echten" Realität sein muss, wenn es so etwas überhaupt gibt.


Aber, was ich mich immer gefragt habe: Wie kann man dann einen Sinn aus diesem Leben ziehen? Aus der Perspektive des Todes macht es ohnehin keinen Unterschied mehr, wie Du gelebt hast, da ja dann nichts mehr da ist, was sich zurückerinnern könnte.
Wenn also doch die Realität aufhört zu existieren... Was hat denn dann im Leben einen Wert? Tot verdrängen und Hierarchiekampf, auf Teufel komm raus?
2015093021i
Verfasst am: 25 Feb 2012 12:16 Keine Komplettzitate verwenden!
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Pazuzu schrieb am 08 Feb 2007 08:29 (zum Originalbeitrag) :
ich antworte mal mit sartre
wir sind die hoelle


Würde ich variieren. Die Hölle, dass sind nicht wir, das sind nicht die Anderen, sondern die Vorstellung, die wir von uns und insbesondere von den Anderen haben. Weil wir oft den Menschen böse Absichten unterstellen obwohl Sie es aus ihrer Sicht nur gut meinen, nicht nachdenken, bei den Dingen die Sie tun oder einfach nur gleichgültig sind. In der Natur des Menschen liegt es aber, den anderen immer gleich eine böse Absicht zu unterstellen. Und damit machen wir uns unser Leben selbst zur Hölle
Cateye
Verfasst am: 19 Jul 2014 12:46 Keine Komplettzitate verwenden!
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Also wenn es eine Hölle gibt, hab ich ein großes Problem. Shocked

Ich glaub da lieber dran, dass das Universum eins ist und alles fließt. Und alles was man aussendet kommt zu einem zurück. Aber man muss sich auch immer selbst glücklich machen und manche Lebensabschnitte leben wie man es für richtig hält, auch wenn man einem anderen damit weh tut. Leben bedeutet Schmerzen. Und wenn es doch eine Hölle gibt, kommt die verlorene Tochter halt wieder zurück in Papas Schoß. Twisted Evil
Colophonius
Verfasst am: 19 Jul 2014 23:47 Keine Komplettzitate verwenden!
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Als Agnostiker habe ich keine festgelegte Meinung darüber ob es eine Hölle gibt. "Hölle" ist ein religiös geprägtes Wort und eben nur in einem religiösen Kontext anwendbar.
Allerdings finde ich es unstet, wenn Menschen die nichts mit Gott/ überirdischen Entitäen zu schaffen haben, an ein Konzept von Himmel und Hölle glauben.
Selbst wenn man an Hölle usw. glaubt, dann sollte man sich bewusst werden, in welchem Kontext der Begriff verwendet wurde. Da wir mitlerweile eigentlich in einer aufgeklärten Welt leben, erübrigt sich der Gedanke an Himmel und Hölle.


Götz

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